Das Wirtschaftswunder

Das deutsche Wirtschaftswunder

Was war das Wirtschaftswunder? Als Wirtschaftswunder wird der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit bezeichnet, das Wirtschaftswunder brachte den Deutschen einen vorher nie gekannten Wohlstand.

Wie alles begann

Wir schreiben das Jahr 1948, 3 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, wird in der Währungsreform die Reichsmark durch die D-Mark ersetzt. Dies war der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum deutschen Wirtschaftswunder. Die Wirtschaft wurde durch die Einführung der D-Mark nachhaltig gestärkt. Bereits Ende 1947 war die Hilfe aus dem Marschallplan angelaufen, schon damals wurden Finanzmittel, meist als Kredite, für die Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Die Finanzmittel aus dem Marschallplan und die Währungsreform sorgten für den ersehnten Umschwung. 1949 folgt die Gründung der Bundesrepublik mit Konrad Adenauer als Bundeskanzler. Ludwig Erhard wird Bundeswirtschaftsminister, er wird 1963 Bundeskanzler. Er verfolgte das Prinzip der “Sozialen Marktwirtschaft” und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum deutschen Wirtschaftswunder.

Ludwig Erhard verfolgte das Prinzip "Sozialen Marktwirtschaft" und trug einen grossen Bestandteil zum Wirtschaftswunder bei.

Ludwig Erhard verfolgte das Prinzip “Sozialen Marktwirtschaft” und trug einen grossen Bestandteil zum Wirtschaftswunder bei.

Was passierte damals in Deutschland?

Schon im Jahr der Gründung der Bundesrepublik 1949 hatte man das Vorkriegsniveau erreicht. Die 50er Jahre gelten als Jahrzehnt des Wirtschaftswunders. Die Vollbeschäftigung wird Ende der 50er Jahre erreicht, nun gibt es sogar zu wenige Arbeitskräfte in Deutschland. Seit 1955 dürfen Gastarbeiter aus Italien in die Bundesrepublik kommen, ab 1960 auch Arbeiter aus Spanien, Portugal oder der Türkei. Die Gastarbeiter erhalten eine zeitlich begrenzte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung um den Bedarf an Arbeitern zu decken.

Vor allem der VW Käfer wird mit dem Wirtschaftswunder in Verbindung gebracht. 1955 wurde die 1-Millionen-Marke bei der Herstellung des VW Käfers erreicht. Auch viele andere Industriezweige erleben in dieser Zeit ihren großen Aufschwung. Deutschland wird zur Exportnation. Das Bruttosozialprodukt verdreifacht sich und die Wirtschaft investiert weiter.

Der wirtschaftliche Aufschwung erreicht nun auch die Menschen in Deutschland. Höhere Einkommen und eine sichere Beschäftigung stärken die Kaufkraft. Die Lebenshaltungskosten dagegen bleiben etwa gleich, so dass mehr Geld zur Verfügung steht. Nun können sie neue Möbel kaufen oder sich ein Auto leisten. Da diese Produkte jetzt in großen Mengen produziert werden können, sind sie insgesamt billiger. Auch eine Reise können sie jetzt finanzieren und in vielen Familien hält der erste Fernseher Einzug. Die Regierung vergibt günstige Kredite für den Wohnungsbau, somit erlebt auch diese Branche einen raschen Aufschwung.

Das Wachstum der Wirtschaft hält bis zur Ölkrise im Jahre 1973 an.

Bildquelle: Engelbert Reineke via wikimedia.org

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