Industrialisierung

Der nachfolgende Text befasst sich mit dem Thema der Industrialisierung und der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung.

Als Industrialisierung wird allgemein ein Prozess bezeichnet, der den Übergang von Handarbeit, also Fertigung per Hand, zu einer Fertigung, einer Herstellung von Produkten in Fabriken beschreibt. Industrialisierung geschieht nach und nach in allen Wirtschaftsbereichen, da sich die auf Maschinen gestützte Produktion auf alle Fertigungsbereiche verbreitet. Der häufig genutzte Begriff der industriellen Revolution wird besonders in Bezug auf die erste Phase der weltweiten Industrialisierung genutzt.

Der industrielle Beginn in Europa

Die weltweite Industrialisierung startete mit der industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Großbritannien. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts begann diese auch in Belgien, den Niederlanden, in Frankreich und in der Schweiz. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch Deutschland von der Industrialisierung erreicht. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begann diese auch in Schweden, in Italien, in Russland und in weiteren Teilen Europas. Hauptgrund für den Beginn der industriellen Revolution war die Erfindung und nachfolgende industrielle Nutzung der Dampfmaschine. Diese ermöglichte große Maschinen ohne körperliche Anstrengung zu betreiben und somit wurde der Weg für Massenproduktion von Gütern in gleichbleibender Qualität geebnet. Die Wirtschaft der europäischen Staaten hing nun hauptsächlich von der industriellen Massenproduktion von Gütern und dem damit verbundenen Handel ab. Dieser wurde auch durch die Liberalisierung der Handelsbeschränkungen vereinfacht. Waren und Güter konnten von da an erstmals ohne Beschränkungen in Europa gekauft und verkauft werden. Ein erster freier Weltmarkt wird somit ab 1850 Realität. Nur Russland und das österreichisch – ungarische Reich grenzten sich noch von diesem freien Handel ab.

Eine besondere Entwicklung der war, dass es zu der sozusagen Landflucht kam. Die Menschen zogen in die Städte, deren Anzahl, wie auch die Bevölkerung, explosionsartig anstieg.

Die Industrialisierung bezeichnet man auch als das Zeitalter der Eisenbahn aufgrund der Erfindung der Dampfmaschine.

Die Industrialisierung bezeichnet man auch als das Zeitalter der Eisenbahn aufgrund der Erfindung der Dampfmaschine.

Stahlproduktion als Schlüssel zum Erfolg

In der Mitte des 19 Jahrhunderts beginnt mit der Stahlproduktion und Verarbeitung das entscheidende Stadium der Industrialisierung. Die Stahlindustrie wird zur Schlüsselindustrie, da das Zeitalter der Eisenbahn aufgrund der Erfindung der Dampfmaschine anbrach. Ziel war es produzierte Waren und Güter, aber auch Rohstoffe schnell und kostengünstig transportieren zu können. Im Jahre 1873 brach das bis dato stetige Wirtschaftswachstum ein. Es kam zu einer ersten „großen Depression“. Bis zum Beginn des ersten Weltkriegs konnte sich die Wirtschaft langsam wieder erholen. Danach jedoch erlebten Industrien einen wirtschaftliche Aufschwung. Um 1929 brach die erste Weltwirtschaftskrise aus. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die weltweite Industrie jedoch rasant weiter. Deutschland, die USA, und Japan wurden zu den stärksten Wirtschaftsmächten weltweit. Als Energiequelle wurden nun hauptsächlich Erdöl und Elektrizität genutzt. Insgesamt verlor die Landwirtschaft stark an Bedeutung.

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